Bauarbeitsrecht

Abmahnung

Vom Vertragspartner regelmäßig und widerspruchslos hingenommene Verstöße gegen vertragliche Pflichten können zu einer inhaltlichen Änderung eines Arbeitsvertrages führen. Ein Arbeitgeber, der dieses verhindern will, muss konkret klarstellen, dass er solch ein Verhalten nicht duldet. Wer Vertragsverstöße zum Anlass nehmen will, den Arbeitsvertrag einseitig zu lösen, muss dem Arbeitnehmer zuvor die Folgen seines vertragswidrigen Verhaltens vor Augen führen deutlich machen, dass die vertraglichen Beziehungen im Wiederholungsfall beendet werden. Er muss den Vertragspartner mithin warnen. Dieses erfolgt regelmäßig durch eine Abmahnung mit dem ein konkretes Fehlverhalten gerügt wird und gleichzeitig die Warnung beinhaltet, dass bei weiteren Verstößen arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zur Kündigung drohen. Die Abmahnung ist dabei grundsätzlich Wirksamkeitsvoraussetzung für jede verhaltensbedingte Kündigung.

Weitere Wörterbuch-Einträge von J. Beutel

J. Beutel

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit im Baugewerbe wird durch die tarifvertraglichen Vorschriften des § 3 des Bundesrahmentarifvertrages für …

J. Beutel

Außerordentliche Kündigung

§ 626 BGB regelt das Recht zur außerordentlichen (fristlosen) Kündigung einheitlich für alle Arbeitsverhältnisse. Nach …

J. Beutel

Ausschlussfristen

Unter Ausschlussfristen versteht man im Arbeitsrecht solche Fristen, innerhalb derer ein fälliger Anspruch gegenüber …

J. Beutel

Auslösung

Die § 7 Nr. 4 des Bundesrahmentarifvertrages für das Baugewerbes und § 7 des Rahmentarifvertrages für die Angestellten …

Alle Wörterbuch-Einträge des Autors

Kommentieren Sie diesen Beitrag

Kommentare

  • Zu dem Beitrag wurden noch keine Kommentare verfasst

Beitrag verfasst/eingestellt von

Rechtsanwältin J. Beutel

J. Beutel


Unsere Partner