Bauvertragsrecht

Arglistig verschwiegener Mangel

Von einem arglistigen Verschweigen eines Mangels spricht man, wenn  der Auftragnehmer oder sein verantwortlicher Mitarbeiter zumindest weiß, dass er einen für die Nutzung des Bauwerks erheblichen Mangel verursacht hat und dies dem Auftraggeber bei der Abnahme nicht mitteilt. In einem solchen Fall kann sich hier die Frist für Mängelansprüche des Auftraggebers auf bis zu zehn Jahre verlängern. Dem arglistigen Verschweigen ist gleichgestellt, wenn ein Unternehmer die Erbringung seiner Bauleistung derart mangelhaft organisiert, daß es zu schwerwiegenden Mängeln kommt. Kann der Auftraggeber nachweisen, dass der Mangel bei richtiger Organisation der Baustelle entdeckt worden wäre, spricht man von einem Organisationsmangel, der ebenfalls eine Verlängerung der Gewährleistungsfrist zur Folge hat.

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