Bauvertragsrecht

Objektiv unabwendbare Umstände

Der Begriff "objektiv unabwendbare Umstände" ist ein Oberbegriff, der den Begriff "höhere Gewalt" mit einschließt. Hierunter ist ein Umstand zu verstehen, der "objektiv" und somit unabhängig von der konkreten Situation für jeden Auftragnehmer unvorhersehbar und unvermeidlich ist. Die Auswirkungen dieses Umstands müssen für den Auftragnehmer trotz Anwendung wirtschaftlich erträglicher Mittel auch bei objektiv großer Sorgfalt nicht verhütet werden können.

Die VOB/B verwendet diesen Begriff in § 7 (Verteilung der Gefahr). Wird danach in die ausgeführte Leistung vor der Abnahme durch höhere Gewalt, Krieg, Aufruhr oder andere objektiv unabwendbar vom Auftragnehmer nicht zu vertretende Umstände beschädigt oder zerstört, so bleibt sein Vergütungsanspruch für die ausgeführte Leistung erhalten. Insoweit unterscheidet sich die VOB/B vom BGB, das eine derartige Risikobegrenzung zu Gunsten des Auftragnehmers nicht kennt.

Weitere Wörterbuch-Einträge von Bausuchdienst

Bausuchdienst

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Einzugsstellen des Sozialversicherungsbeitrags oder der Berufsgenossenschaft …

Bausuchdienst

Bagatellklausel

Die VOB/A 2016 beinhaltet inhaltlich keine Änderung gegenüber der vorherigen Fassung.

Bausuchdienst

Ausschreibung

Die VOB/A 2016 beinhaltet inhaltlich keine Änderung gegenüber der vorherigen Fassung.

Bausuchdienst

Ausschluss von Änderungsvorschlägen und Nebenangeboten

Die VOB/A 2016 beinhaltet inhaltlich keine Änderung gegenüber der vorherigen Fassung. Die einschlägige Bestimmung …

Alle Wörterbuch-Einträge des Autors

Kommentieren Sie diesen Beitrag

Kommentare

  • Zu dem Beitrag wurden noch keine Kommentare verfasst

Beitrag verfasst/eingestellt von

Anwaltskanzlei Bausuchdienst

Bausuchdienst


Unsere Partner