Bauvertragsrecht

Organisationsverschulden

Sind Mängel bei der Bauleistung auf eine "Organisationsverschulden" des Auftragnehmers zurückzuführen, so wird dies haftungsrechtlich einem "arglistigen Verschweigen" von Mängeln durch den Auftragnehmer gleichgestellt. Die Verjährung für derartige Mängel kann sich somit bis auf zehn Jahre verlängern (§§ 634a Abs. 3,199 BGB). Ein Organisationsverschulden des Auftragnehmers liegt vor, wenn er das Bauwerk arbeitsteilig (etwa durch Einschaltung von Nachunternehmern) erstellen lässt und es dabei versäumt, die organisatorischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass er bei der Abnahme beurteilen kann, ob die Leistungen im wesentlichen mangelfrei ist. Der Auftraggeber trägt für diesen Tatbestand die Beweislast. Allerdings können aus der Art des Mangels sich Indizien für ein gravierendes Organisationsverschulden ergeben, so dass sich die Beweislast umgekehrt.
Nach der Rechtsprechung kommt ein solches Organisationsverschulden nur in Ausnahmefällen, also nur dann in Betracht, wenn die Mängel gravierend sind und ein grobes Fehlverhalten des Auftragnehmers augenscheinlich ist.

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